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Initiativbewerbungen im Internet

Kennen Sie auch so jemanden, der schon hundert Bewerbungen losgeschickt hat und erst drei Mal zum Vorstellungsgespräch geladen wurde? Ein Pechvogel? Schwer zu vermitteln? Oft haben die, die über zahlreiche Absagen jammern, einfach die Initiativ- mit der Blindbewerbung verwechselt. Eine Initiativbewerbung versenden Sie immer gezielt. Deshalb landet Sie auch genau auf dem Schreibtisch, auf dem sie landen soll. Eine Blindbewerbung flattert dagegen ziellos an die »Sehr geehrten Damen und Herren« in der Personalabteilung. Da bleibt sie dann oft zwei Wochen liegen, bevor sie mit einem Standardschreiben an den Adressaten zurückgeht.

Erster Schritt: Suchen Sie sich ein passendes Unternehmen aus
Wer könnte Interesse an Ihrer Bewerbung haben? Wo gibt es Positionen, auf die Ihr Berufsprofil passt? Das Internet bietet hervorragende Möglichkeiten, Hintergründe zu recherchieren. So finden Sie in vielen Jobbörsen auch Firmenprofile, die Ihnen sozusagen die Grobskizze des Unternehmens liefern. Für die Feinzeichnung sollten Sie sich die Homepage der Firma vornehmen. Hier erfahren Sie einiges über Philosophie und Ausrichtung.

Zweiter Schritt: Kontakte knüpfen
Haben Sie nicht das Glück, jemanden zu kennen, der bei Ihrer Traumfirma angestellt ist, so sollte Sie das nicht abhalten, den Kontakt zu suchen. Relativ leicht ist es bei mittelständischen und großen Unternehmen, die eine Personalabteilung haben. In Firmen, in denen die Abteilungsleitung einstellt, ist es manchmal schwieriger, den Richtigen zu finden. Sind Sie dann endlich bei dem oder der Verantwortlichen, sollten Sie sofort und ohne Umschweife auf den Punkt kommen - ähnlich wie in einem Stellengesuch. Versuchen Sie direkt im ersten Satz Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sagen Sie, was Sie für die Firma leisten können und bringen Sie vielleicht schon konkrete Beispiele. Lassen Sie sich auch nicht entmutigen, wenn der Gesprächspartner genervt scheint. Manche Menschen brauchen eine Anlaufzeit am Telefon, auch um zu erkennen, dass da ein Anrufer ist, der etwas zu bieten hat. Fordert Sie der Gesprächspartner auf, die Bewerbungsunterlagen einzusenden? Super, das sind beste Voraussetzungen.

Dritter Schritt: Der richtige Einstieg Der beste Einstieg bei einer Initiativbewerbung ist die Bezugnahme auf einen bereits erfolgten Kontakt - also auf das vorangegangene Telefongespräch oder den E-Mail-Austausch. Es sorgt für einen Aha-Effekt beim Gegenüber. Aha, das ist der nette junge Herr von gestern. Um nicht in Vergessenheit zu geraten, sollten Sie mit dem Versand der Unterlagen auch nicht lange warten. Für Sie war das Gespräch wichtig, Sie werden sich auch Wochen danach noch daran erinnern können - es sei denn, Sie rufen hunderte von Firmen an. Für Ihren Gesprächspartner sind solche Anfragen jedoch an der Tagesordnung. Und dementsprechend schnell abgehakt.

Vierter Schritt: Auf den Punkt gebracht
Eine Initiativbewerbung ist so ähnlich wie ein Mailing im Direktmarketing. Sie müssen jemanden von sich - dem Produkt - überzeugen, der Sie eigentlich gar nicht haben will. Oder besser: Der bisher noch nicht wusste, dass er Sie - ja, genau Sie - braucht. Die erfolgreichsten Mailings sind übrigens die, die zu überzeugen suchen. Blumige Worte haben auf dem direkten Weg bisher noch selten etwas verkauft, ganz sicher keinen Bewerber. Halten Sie sich also kurz - in der Aussage wie im Satzbau. Wie bei einer normalen Bewerbung gilt: Wer mehr als eine Seite braucht, hat das Thema verfehlt.

Linktipp:

http://www.akademie.de/besser-leben...


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